Nutzerzentrierte Websites – der Betreiber steht sich oft selbst im Weg

Die Zeiten, in denen eine Webseite nur ansehnlich zu sein hatte, eine Webanwendung nur funktionieren oder eine App für das Smartphone einfach nur existieren musste, sind längst vorbei. Die typische Web-Visitenkarte als kleinstmögliche Seite einmal ausgenommen, benötigen heutige Web Anwendungen in zunehmenden Maße eines: ein solides Konzept.

Eigentlich nur eine Frage der Logik, denn in dem sich verschärfenden Wettbewerb in allen Bereichen des Web sollten Auffindbarkeit, Bedienbarkeit und Nutzerorientierung an erster Stelle stehen. Aus diesem Grund haben sich Berufs- und Tätigkeitsfelder herausgebildet, die sich im Detail mit den Herausforderungen des Web auf professioneller Ebene beschäftigen: Online-Marketing- und SEO-Spezialisten, Webdesigner und UX-Experten sowie Web-Konzepter.

Im Berufsalltag treffen diese Experten jedoch immer wieder auf ein Paradoxon. Sie werden gegen Bezahlung beauftragt, um ihre Dienstleistung zu erbringen und treffen auf einen Auftraggeber, der oft mit Leidenschaft gegensteuert: Er weiß wie der Nutzer denkt, welche Farben in der Palette harmonieren, wie eine Website optimal strukturiert sein muss, was der Nutzer unbedingt lesen sollte und vieles mehr.

Aber ist es denn wirklich so tragisch, wenn der Auftraggeber am Ende mit dem Ergebnis zufrieden ist? Manchmal ist es das leider. Denn das strategische und operative Ziel einer Webanwendung sollte der Gewinn und die Zufriedenheit der Nutzer sein – nicht des Auftraggebers. Denn damit steht und fällt der Erfolg einer Website oder Anwendung.

Wenn Nutzer nicht wirklich erreicht werden, mit der Bedienung nicht zurechtkommen oder ganz einfach vom Angebot nicht überzeugt sind, dann ist das bedauerlich für die Nutzer – den eigentlichen Schaden hat aber der Auftraggeber. Denn der möchte aus der Webanwendung den größtmöglichen Nutzen ziehen. Durch Conversions wie Umsatz oder Leads.

Das oben dargestellte Prinzip ist zwar in der Online-Branche weit verbreitet und alltäglich, dennoch gibt es eine einfache Lösung und somit auch einen echten Vorteil im Wettbewerb: Es ist schlicht das Konzept. Denn im Konzept – soweit es systematisch und qualifiziert angegangen wird – wird auch der Auftraggeber an die Sicht der Nutzers herangeführt. Im besten Fall führt dies dazu, dass er einen Schritt zurück tritt, die eigene Sicht der Dinge aus dem Fokus nimmt und den Weg frei macht für eine erfolgreiche, sprich nutzerorientierte Strategie.